Oberösterreich Modell

Das Oberösterreich Modell beschreibt das allgemeine Ausbauprinzip der Fiber Service OÖ. Damit wird ein neuer Weg beschritten, die Gestaltung der Glasfaser-Infrastruktur gezielt vorangetrieben und ein zusätzliches Angebot zu bestehenden kommerziellen Anbietern geschaffen, ohne mit diesen in Konkurrenz zu treten.

Im ersten - untersten - Layer agiert die Fiber Service OÖ in ihrer Hauptaufgabe für die Errichtung der passiven Glasfaser-Infrastruktur, sogenanntes „Dark Fiber“, und baut das Fiber-To-The-Home (FTTH) Netz mit allen zugehörigen Komponenten wie Künette, Verteiler, Rohrverbund und Glasfaser auf.

Die errichtete Infrastruktur wird von der Fiber Service OÖ an einen Netzprovider vermietet (zweiter Layer). Dieser ist Betreiber von den aktiven Technikkomponenten wie Router, Switches und Management Server. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Netzprovider gleichzeitig die Rolle eines Service Providers einzunehmen.

Im dritten Layer befinden sich die Service Provider. Sie sind für Dienste wie Internet, TV und Telefonie zuständig und können diese den Enkunden auf dem errrichteten Fiber-To-The-Home Netz anbieten.

Durch dieses Modell kann ein öffentlich errichtetes Glasfasernetz an einen Netzprovider verpachtet und diskriminierungsfrei für viele Internet Service Provider geöffnet werden.

Wichtig! Die Fiber Service OÖ tritt in diesem Ausbaumodell weder als Netz- noch als Serviceanbieter auf, dafür sind die jeweiligen Provider zuständig. 

Vorteile des Oberösterreich Modells

  1. Parallel mehrere Internet Service Provider zur Auswahl
  2. Flexible Vergabe der Netzprovider-Rolle
  3. Sehr geringe Netzbetriebskosten für Service Provider
  4. Klare Rollen- und Interessensverteilung
  5. Kundenvorteile durch Wettbewerb unter Service Providern